Archiv für das Schlagwort ‘seltsam

64 – Eindringlinge   1 comment

Sie hatten sie eingekreist. Nohs beobachtete die Eindringlinge genau, während er sich gemeinsam mit den anderen Jägern näherte. In seinem ganzen Leben hatte er keine so seltsamen Lebewesen gesehen. Dabei waren sie den Jägern durchaus ähnlich. Und doch – das spürte er – fremdartiger als alle Völker – Mensch oder Tier -, die auf Redna lebten. Sie trugen merkwürdige Kleidung. Nohs kannte kein Tier und keine Pflanze, aus der man solche Kleider machen konnte. Und diesen Wesen klebte sie am ganzen Körper. Ihre Haare waren von unterschiedlicher Farbe. Und viele trugen sie kurz wie bei einem Kind. Andere hatten dafür Haare im Gesicht, wie es Nohs bei keinem Menschen je gesehen hatte. Und auch ihre Haut – soweit sie überhaupt zu sehen war – war von ganz anderer Art. Grobporig und viel dunkler als bei den Jägern. Es gab keinen Stamm auf Redna, von dem Nohs wusste, dessen Haut vergleichbar war, sei sie nun rot, grün, gelb oder weiß wie bei den Jägern.

Doch in Einem unterschieden sich die Eindringlinge nicht von den Lebewesen Rednas: In ihren Augen zeigte sich die Angst, seit sich die Jäger ihnen offenbart hatten. Denn die Jäger waren den Eindringlingen um ein Vielfaches überlegen.

60 – Spürbar   Leave a comment

Nohs spürte es jetzt auch. Je weiter sie liefen, desto deutlicher wusste er, dass sich etwas geändert hatte. Mutter Redna spannte all ihre Sinne an. Wehrte sich gegen die Eindringlinge. In ihm stieg ein seltsames Gefühl auf. Eine Mischung aus Sorge um die Mutter und dem Stolz, zu denen zu gehören, die sie ein für allemal erretten würden. Als habe sie ihn erhört, spürte er mit jedem Mal, da er einen seiner Füße auf die Erde Rednas setzte, wie ihre Kraft in ihn floss. Fast flog er nun. Flog mit den anderen Jägern. Flog, wie einst Nomad geflogen war. Der Weg war noch weit. Doch Nohs würde nicht eher ruhen, bis keiner der Eindringlinge mehr Mutter Redna etwas antun konnte. Bis sie bereit waren für die Zeremonie!

54 – Nähe   Leave a comment

Nie hatte er sich seinen Jungs so nah gefühlt wie jetzt. Sie alle hatten sich dem Orden verschrieben und ihm die besten Jahre ihres Lebens geopfert, ohne es je zu bereuen. Nie waren sie so dicht am Ziel gewesen wie jetzt. Ein Ziel, für das sich jeder Aufwand lohnte. Von dem Moment, in dem sie Redna betreten würden, hatten sie seit Jahren geträumt. Doch niemand war auf den Gedanken gekommen, dass sie es mit nur einer der Geisterfiguren tun würden. Das ähnelte einem Kamikaze-Kommando, nur das gar nicht sicher war, ob sie überhaupt in die Nähe des Angriffsziels kämen.

Karl schüttelte den Kopf. Es hatte ihn bisher nie übermäßig gekümmert, wenn einer seiner Jungs für die Sache auf der Strecke geblieben war. Seltsam. Er betrachtete Brigitte, die gerade den Befehl zum Aufbruch gab. Sie wirkte entschlossen wie eh und je. Ob sie auch nur einen Augenblick innehalten würde, wenn er den Tod fände?

Nie hatte er sich seinen Jungs so nah gefühlt wie jetzt. Sie alle hatten sich dem Orden verschrieben und ihm die besten Jahre ihres Lebens geopfert, ohne es je zu bereuen. Nie waren sie so dicht am Ziel gewesen wie jetzt. Ein Ziel, für das sich jeder Aufwand lohnte. Von dem Moment, in dem sie Redna betreten würden, hatten sie seit Jahren geträumt. Doch niemand war auf den Gedanken gekommen, dass sie es mit nur einer der Geisterfiguren tun würden. Das ähnelte einem Kamikaze-Kommando, nur das gar nicht sicher war, ob sie überhaupt in die Nähe des Angriffsziels kämen.
Karl schüttelte den Kopf. Es hatte ihn bisher nie übermäßig gekümmert, wenn einer seiner Jungs für die Sache auf der Strecke geblieben war. Seltsam. Er betrachtete Brigitte, die gerade das Kommando zum Aufbruch gab. Sie wirkte entschlossen wie eh und je. Ob sie auch nur einen Augenblick innehalten würde, wenn er den Tod fände?