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63 – Ohne Gebrüll   1 comment

Sie griffen an. Ohne Gebrüll. Und ohne Eile. Das Schweigen der Angreifer ließ sie noch schrecklicher erscheinen. Die Ruhe, mit der sie sich näherten, strahlte die Macht absoluter Überlegenheit aus. Zu Recht. Tom und seine zwei Begleiterinnen hätten vermutlich selbst dann keine Chance gegen diese Übermacht gehabt, wären sie bis an die Zähne mit Schusswaffen ausgestattet gewesen. Er schätzte, dass jeder von ihnen es mit mindestens 30 Gegnern zu tun hätte, falls diese überhaupt alle zum Zuge kämen. Wie lächerlich kam er sich vor, jetzt, da er sich vor Mona und Lisa aufbaute, als könne er sie in dieser Weise beschützen.

41 – Fragen   Leave a comment

Tom schaute sich um. Zum ersten Mal wurde ihm wirklich bewusst, dass sie wieder unterwegs waren. „Wir fahren wieder zu Lisa?“
Mona nickte.
Ihm lag die nächste Frage schon auf der Zunge, doch er stellte sie nicht. Mona ging offenbar davon aus, dass Lisa noch am Leben war. Das erschien logisch. Boss und ihre Leute hätten kaum die Zeit gehabt, eine Leiche zu beseitigen. Auch suchten sie noch immer nach dieser blöden Figur. Vermutlich hatten sie Lisa also nicht angetroffen. Aber sie war der Schlüssel. Dank ihm wussten das auch die Killer. Das Wettrennen hatte längst begonnen. „Sie hätte zu Hause sein müssen“, murmelte er.
„Was?“, fragte Mona.
„Lisa, sie muss so früh noch nicht arbeiten. Außerdem ist Samstag, da hat sie frei. Wo ist sie gewesen?“
„Bei einer Party?“
„Um die Uhrzeit noch? Nein, nicht Lisa.“
„Bei einem Freund?“
Die Frage überraschte ihn. Er schwieg. Doch in seinem Kopf wollte es nicht schweigen.

Tom schaute sich um. Zum ersten Mal wurde ihm wirklich bewusst, dass sie wieder unterwegs waren. „Wir fahren wieder zu Lisa?“
Mona nickte.
Ihm lag die nächste Frage schon auf der Zunge, doch er stellte sie nicht. Mona ging offenbar davon aus, dass Lisa noch am Leben war. Das erschien logisch. Boss und seine Leute hätten kaum die Zeit gehabt, eine Leiche zu beseitigen. Auch suchten sie noch immer nach dieser blöden Figur. Vermutlich hatten sie Lisa also nicht angetroffen. Aber sie war der Schlüssel. Dank ihm wussten das auch die Killer. Das Wettrennen hatte längst begonnen. „Sie hätte zu Hause sein müssen“, murmelte er.
„Was?“, fragte Mona.
„Lisa, sie muss so früh noch nicht arbeiten. Außerdem ist Samstag, da hat sie frei. Wo ist sie gewesen?“
„Bei einer Party?“
„Um die Uhrzeit noch? Nein, nicht Lisa.“
„Bei einem Freund?“
Die Frage überraschte ihn. Er schwieg. Doch in seinem Kopf wollte es nicht schweigen.