Archiv für das Schlagwort ‘Morgengrauen

57 – Abenteuer   Leave a comment

Tom hatte erstaunlich gut geschlafen. Kurz, aber gut. Selbst in den Nächten war es hier recht warm zu dieser Jahreszeit, welche auch immer das sein mochte. Er schaute auf seine Armbanduhr. Richtig. Da war keine mehr. Er konnte sich einfach nicht daran gewöhnen. Seit sie hier angekommen waren, trug er nur noch seine Kleidung. Keine Uhr, keine Brieftasche, kein Handy. Beinahe ein Wunder, dass sie nicht splitterfasernackt in Redna erwacht waren. Er grinste. Er hätte Lisa gern mal wieder nackt gesehen. Und Mona? Ihr Anblick hätte ihn noch mehr interessiert. Vielleicht auch spärlich mit steinzeitlichen Fellen behängt.

Er warf einen Blick in die Höhle. Die beiden Frauen schliefen so weit voneinander entfernt, wie es der kleine Raum zuließ. Lisa in unruhigen Träumen, Mona, seit er die Wache von ihr übernommen hatte, tief und fest. Er musste sich eingestehen, dass ihm dieses Abenteuer inzwischen weit weniger missfiel als seiner Ex. Das lag keineswegs an seinen beiden Begleiterinnen. Nicht ausschließlich jedenfalls. Jetzt, da sie sich durch die Wildnis Rednas schlugen, erinnerte es ihn an seine Jugend auf dem Land. Mit seinen Freunden hatte er die wildesten Quests in den Wäldern rund um das Dorf bestanden. In ihrer Fantasie war die Landschaft damals ebenso urwüchsig gewesen, wie sich ihm heute Redna präsentierte. Es war als …

Hatte er da gerade ein Geräusch gehört? Angestrengt schaute er in die Büsche, die den schmalen Weg vor der Höhle säumten und im Morgengrauen wie knorrige Gestalten wirkten. Sicher nur ein Tier. Jetzt jedenfalls hörte er nichts mehr. Dennoch fröstelte ihn jetzt.

28 – Leder   Leave a comment

Tilo öffnete die Tür. Ganz langsam und vorsichtig, dennoch konnte er ein Knarren nicht vermeiden. Erstaunlich, dass es in dem Gebäude überhaupt noch Türen gab, die sich schließen ließen. Noch einmal atmete er tief ein. Dann schob er sich vorsichtig hinein.

Drinnen war es still. Still und dunkel. Nicht gerade stockduster, aber durch die kleinen Milchglasfenster bekam das Wort „Morgengrauen“ eine ganz eigene Bedeutung.

Noch könnte er umkehren. Doch er machte einen leisen Schritt vorwärts. Er lauschte. Nichts. Einen zweiten Schritt. Immer noch nichts. Der dritte Schritt war schon etwas beherzter. Beim vierten stolperte er über irgendetwas am Boden. Er konnte sich gerade noch fangen. Tilo kniete sich hin und tastete nach dem Hindernis. Etwas Großes in einem festen, kalten Stoff. Leder vielleicht. Eine Jacke.

Tilo sprang auf und schrie. Er wollte davonlaufen, doch dazu hätte er über den leblosen Körper springen müssen. War er wirklich leblos? Tilo holte tief Luft und wollte wieder schreien. Da hörte er den Wagen, der den Weg heraufkam.

Zum Anfang

Tilo öffnete die Tür. Ganz langsam und vorsichtig, dennoch konnte er ein Knarren nicht vermeiden. Erstaunlich, dass es in dem Gebäude überhaupt noch Türen gab, die sich schließen ließen. Noch einmal atmete er tief ein. Dann schob er sich vorsichtig durch die Tür.
Drinnen war es still. Still und dunkel. Nicht gerade stockduster, aber durch die kleinen Milchglasfenster bekam das Wort „Morgengrauen“ eine ganz eigene Bedeutung.
Noch könnte er umkehren. Doch er machte einen leisen Schritt vorwärts. Er lauschte. Nichts. Einen zweiten Schritt. Immer noch nichts. Der dritte Schritt war schon etwas beherzter. Beim vierten stolperte er über irgendetwas am Boden. Er konnte sich noch fangen, kniete sich hin und tastete nach dem Hindernis. Etwas großes in einem festen, kalten Stoff. Leder vielleicht. Eine Jacke.
Tilo sprang auf und schrie. Er wollte davonlaufen, doch dazu hätte er über den leblosen Körper springen müssen. War er wirklich leblos? Tilo holte tief Luft und wollte wieder schreien. Da hörte er den Wagen, der den Weg heraufkam.Tilo öffnete die Tür. Ganz langsam und vorsichtig, dennoch konnte er ein Knarren nicht vermeiden. Erstaunlich, dass es in dem Gebäude überhaupt noch Türen gab, die sich schließen ließen. Noch einmal atmete er tief ein. Dann schob er sich vorsichtig durch die Tür.

Drinnen war es still. Still und dunkel. Nicht gerade stockduster, aber durch die kleinen Milchglasfenster bekam das Wort „Morgengrauen“ eine ganz eigene Bedeutung.

Noch könnte er umkehren. Doch er machte einen leisen Schritt vorwärts. Er lauschte. Nichts. Einen zweiten Schritt. Immer noch nichts. Der dritte Schritt war schon etwas beherzter. Beim vierten stolperte er über irgendetwas am Boden. Er konnte sich noch fangen, kniete sich hin und tastete nach dem Hindernis. Etwas großes in einem festen, kalten Stoff. Leder vielleicht. Eine Jacke.

Tilo sprang auf und schrie. Er wollte davonlaufen, doch dazu hätte er über den leblosen Körper springen müssen. War er wirklich leblos? Tilo holte tief Luft und wollte wieder schreien. Da hörte er den Wagen, der den Weg heraufkam.